Ratgeber

Welche Fotos gehören ins Immobilieninserat?

Die Bildliste für Inserate auf Homegate und ImmoScout24: vom Titelbild bis zum Detail, in sinnvoller Reihenfolge.

Lesezeit ca. 6 Minuten, Stand Oktober 2026

Offene Wohnküche mit Essbereich

Interessenten sehen zuerst die Bilder, dann den Text. Welche Fotos gehören ins Inserat und in welcher Reihenfolge? Und was lassen Sie besser weg? Eine Bildliste für Makler und Eigentümer.

Gute Bilder ersetzen keine Besichtigung. Aber sie bestimmen mit, wer sich für eine Besichtigung meldet und mit welchen Erwartungen. Bauen Sie die Bildstrecke deshalb wie einen Rundgang auf: erst der stärkste Eindruck, dann die Räume, in denen man lebt, dann Aussenbereich, Lage und Details.

Die Bildliste in der richtigen Reihenfolge

  1. Titelbild. Das stärkste Bild des Objekts: bei Häusern meist die Aussenansicht, bei Wohnungen der hellste Wohnraum oder die Aussicht. Mehr dazu weiter unten.
  2. Wohnbereich. Der Raum, in dem man den Tag verbringt. Am besten so fotografiert, dass man sieht, wie Wohnen, Essen und Küche zusammenhängen.
  3. Küche. Vollständig, mit Arbeitsfläche und Geräten. Bei offenen Küchen zusätzlich ein Bild aus dem Essbereich.
  4. Bäder. Jedes Bad und jedes separate WC. Ein fehlendes Bad wirft Fragen auf.
  5. Schlafzimmer. Alle Zimmer, auch die kleinen. Das Hauptschlafzimmer zuerst, Kinder- und Arbeitszimmer danach.
  6. Balkon, Terrasse, Garten. Aussenflächen sind für viele Interessenten ein Kriterium. Zeigen Sie, wie gross sie sind und wie man sie nutzen kann.
  7. Aussicht. Wenn es eine gibt, als eigenes Bild: so, wie man sie vom Balkon oder vom Wohnzimmer tatsächlich sieht.
  8. Aussenansicht und Umgebung. Fassade, Eingang, Parkplatz oder Garage. Dazu die unmittelbare Umgebung: Strasse, Grünflächen, Quartier.
  9. Luftaufnahme bei passenden Objekten. Bei Einfamilienhäusern mit Garten, Objekten mit Seesicht oder Neubauten zeigt sie, was vom Boden aus nicht sichtbar ist: Grundstück, Lage, Einbettung ins Quartier. Mehr dazu unter Drohnenaufnahmen.
  10. Details. Materialien, Einbauten, Böden, ein Cheminée. Sie runden die Bildstrecke ab, als Titelbild taugen sie aber nicht.
Wohn- und Essbereich
Der Wohnbereich folgt direkt auf das Titelbild. Ideal ist eine Ansicht, die zeigt, wie Wohnen und Essen zusammenhängen.

Warum das Titelbild entscheidend ist

In der Trefferliste eines Portals steht Ihr Inserat zwischen vielen anderen. Bevor jemand Beschreibung, Preis oder Grundriss liest, sieht er das Titelbild. Es entscheidet, ob ein Inserat angeklickt wird.

Ein gutes Titelbild zeigt auf einen Blick, was das Objekt ausmacht. Bei einem Einfamilienhaus ist das meist die Aussenansicht mit Garten oder Terrasse. Bei einer Wohnung der hellste, grösste Raum oder die Aussicht, wenn sie das stärkste Argument ist.

Nicht aufs Titelbild gehören: Detailaufnahmen, dunkle Räume, parkierte Autos oder Abfallcontainer im Vordergrund, Hochformate. Und kein Bild, das bei der Besichtigung enttäuscht.

Wählen Sie das Titelbild erst, wenn alle Bilder vorliegen. Oft ist es nicht das Bild, das man vorher im Kopf hatte.

Einfamilienhaus mit Terrasse
Bei Häusern oft das stärkste Titelbild: die Aussenansicht mit Terrasse und Garten.

Querformat und ein einheitlicher Look

Fotografieren Sie Räume im Querformat. Es zeigt mehr vom Raum und passt zu Inserat und Exposé. Ausserdem wirkt die Bildstrecke ruhig, wenn alle Bilder dasselbe Format haben. Hochformat höchstens für einzelne Details.

Ebenso wichtig ist ein einheitlicher Look. Ist ein Bild warm und gelblich, das nächste kühl und bläulich, wirkt das Inserat zusammengestückelt. Achten Sie auf:

  • gleiche Farbstimmung und Helligkeit über alle Bilder,
  • gerade Linien: Wände und Türrahmen stehen senkrecht, nicht schräg,
  • eine ähnliche Aufnahmehöhe, damit die Räume vergleichbar wirken,
  • Bilder vom selben Termin, bei ähnlichem Licht.

Bei VCC Estate ist dieser konsistente Stil bei jedem Auftrag dabei: Alle Bilder eines Objekts erhalten denselben Look.

Badezimmer mit Fischgrat-Fliesen
Auch das Bad im Querformat und im selben Look wie die übrigen Räume. So wirkt die Bildstrecke wie aus einem Guss.

Ehrlich bearbeiten: was geht und was nicht

Bearbeitung gehört zu jedem professionellen Immobilienfoto: Farbkorrektur, Belichtung, Retusche. Sie sorgt dafür, dass das Bild so aussieht, wie der Raum vor Ort wirkt: nicht dunkler und nicht farbstichig. Wie gross der Unterschied ist, zeigt der Vorher-Nachher-Vergleich auf der Startseite.

Die Grenze ist einfach: Alles, was zum Objekt gehört, muss bei der Besichtigung so aussehen wie im Inserat.

In Ordnung

  • Farben, Helligkeit und schiefe Linien korrigieren
  • Vorübergehendes entfernen: ein Kabel, einen Fleck auf dem Spiegel

Nicht in Ordnung

  • Mängel verdecken: Risse, Feuchtigkeitsflecken, Schäden
  • Bleibendes wegretuschieren: Strommasten, Nachbargebäude, eine Baustelle
  • Räume grösser oder heller wirken lassen, als sie sind
  • eine Aussicht zeigen, die es so nicht gibt

Irreführende Bilder bringen Besichtigungen, aber keine Abschlüsse. Wer vor Ort etwas anderes vorfindet, verliert das Vertrauen in das Objekt und in den Anbieter.

Virtual Staging klar kennzeichnen

Leere Räume sind auf Bildern schwer zu lesen: Wie gross ist das Zimmer, wo steht das Bett? Virtual Staging richtet sie digital ein. Das ist legitim, solange es klar erkennbar ist. Kennzeichnen Sie virtuell eingerichtete Bilder, zum Beispiel mit dem Vermerk «Virtuell eingerichtet» im Bild oder in der Bildbeschreibung, und zeigen Sie den leeren Raum zusätzlich. Böden, Wände und Fenster sollten dabei unverändert bleiben. VCC Estate bietet Virtual Staging auf Anfrage an.

Grundriss: die wichtigste Ergänzung

Fotos zeigen, wie ein Raum wirkt. Ein Grundriss zeigt, wie die Räume zusammenhängen und wie gross sie sind. Interessenten nutzen ihn, um die Bilder einzuordnen. Laden Sie ihn deshalb zusätzlich zu den Fotos hoch. Er sollte gut lesbar sein und Raumbezeichnungen und Flächen enthalten. Oft liegt er bereits in den Bauunterlagen oder bei der Verwaltung vor.

Wie viele Bilder? Lieber vollständig als knapp

Eine feste Zahl gibt es nicht, sie hängt vom Objekt ab. Die Regel: Jeder Raum, den Interessenten bei einer Besichtigung sehen würden, gehört ins Inserat. Dazu Aussenbereich, Aussicht und Umgebung. Auch Keller, Waschküche oder Reduit, wenn sie zum Objekt gehören. Nicht vorn, aber vorhanden.

Fehlende Räume fallen auf. Wer kein Bild vom zweiten Bad oder vom kleinen Zimmer findet, vermutet einen Grund. Vollständig heisst aber nicht doppelt: Jedes Bild sollte etwas zeigen, das die anderen nicht zeigen.

Bei VCC Estate gibt es deshalb keine Bildbegrenzung. Wir fotografieren, bis Ihr Objekt vollständig dokumentiert ist. Sie wählen danach aus, was ins Inserat kommt, und haben fürs Exposé weitere Bilder zur Hand. Die Lieferung erfolgt druckfertig innerhalb von 48 Stunden nach dem Shooting. Ein Shooting für eine Wohnung kostet ab CHF 390. Für ein Haus beginnt der Preis bei CHF 490. Alle Pakete und Bedingungen finden Sie unter Preise.

Damit die Bilder gelingen, sollte das Objekt zum Termin bereit sein. Was dazugehört, steht in der Checkliste «Immobilie fürs Fotoshooting vorbereiten».

Checkliste vor dem Veröffentlichen

  • Das Titelbild zeigt die Stärke des Objekts und ist weder Detailaufnahme noch Hochformat.
  • Die Reihenfolge folgt einem Rundgang: Wohnen, Küche, Bäder, Schlafen, draussen.
  • Jeder Raum ist mindestens einmal zu sehen.
  • Alle Bilder sind im Querformat und im selben Look.
  • Die Bearbeitung korrigiert, verändert aber nichts am Objekt.
  • Virtuell eingerichtete Bilder sind gekennzeichnet.
  • Der Grundriss liegt bei.

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Direkter Kontakt: Sie schreiben, wir antworten persönlich.

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Wir fotografieren im ganzen Kanton Zürich, zum Beispiel in Zürich, Winterthur, Uster, Dübendorf, Dietikon, Wallisellen und in den Gemeinden am Zürichsee. Ausserhalb des Kantons auf Anfrage.